Die Sklavin und ihre Herrin - Freiheitsträume in "Die Frauen von Salaga"
Aminah wächst als Tochter eines Schuhmachers auf einem Gehöft in dem westafrikanischen Marktflecken Botu auf. Wurche ist die Tochter eines lokalen Herrschers, stolz, wild und gänzlich unwillig, sich dem klassischen Frauenbild zu fügen. Beide sind "Die Frauen von Salaga" in dem Roman der ghanaischen Schriftstellerin Ayesha Harruna Attah, der Ende des 19. Jahrhunderts im prekolonialen Ghana spielt, wo aber bereits der "scramble of Africa" absehbar ist. Beide Frauen träumen von einem Leben, das ihnen traditionell verwehrt bleibt - Aminah würde gerne ihren Vater auf seinen Reisen begleiten, wünscht sich, sein Handwerk zu lernen. Wurche wiederum, die eine bessere Reiterin ist als ihr eher verträumter Bruder, möchte ebenfalls an Wettrennen teilnehmen, ihre Stimme im Rat der Männer erheben, Entscheidungen treffen. Doch es kommt ganz anders. Sklavenjäger überfallen Botu und die angrenzenden Dörfer. Aminah und ihre Geschwister werden auseinandergerissen, mit...