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Schwierige Liebe im sudanesischen Bürgerkrieg

  Es ist eine schwierige Liebe, die Fatin Abbas in ihrem Debürtoman "Zeit der Geister" in der fiktiven sudanesischen Stadt Saaraya beschreibt: Es herrscht Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd, und in dem ethnisch segregierten Land ist eine Verbindung zwischen einem Schwarzen und einer arabischstämmigen Sudanesin, zwischen William und Layla nicht vorgesehen, ja nicht einmal eine Begegnung. Doch im Büro einer amerikanischen NGO, in der William als Dolmetscher und Layla als Köchin arbeitet, kommen sie sich langsam näher. Die übrigen Bewohner des Compounds - der amerikanische Kartograph Alex, der der einzige  Weiße weit und breit ist, die Filmemacherin Dena, deren Familien ursprünglich aus dem Sudan stammt und jetzt in den USA lebt, und der zwölfjährige Botenjunge Mustafa beobachten die aufblühende, eher keusche Romanze mit freundlichem Interesse, aber außerhalb des NGO-Geländes müssen die beiden stets die Regeln und Realitäten der Gesellschaft im Blick behalten. Die Handlung spielt...

Urlaub im Bürgerkrieg - "wild Card"

  Weston Kogi ist Yoruba und in dem fiktiven westafrikanischen Staat Alcacia (Nigeria lässt grüßen!) geboren. Doch seit  seine Tante Blossom ihn und seine Schwester als Teenager in ein Flugzeug nach England gesetzt hat, um die Geschwister in Sicherheit vor politischen Unruhen zu bringen, ist einige Zeit vergangen. Weston mag Afrikaner sein, doch er fühlt sich als Südlondoner. Nun muss er aber zurück in die ursprüngliche Heimat: Die Tante ist gestorben, und Weston  kann auf der Beerdigung nicht fehlen, Nur ein paar Tage, so hat er sich vorgenommen. Doch dann kommt für den Ich-Erzähler in Tade Thompsons Roman "Wild Card" alles ganz anders. Weston gehört nicht zu den Diaspora-Afrikanern, die sich nach den fernen Wurzeln verzehren. Sein Yoruba ist holprig geworden, und schon die Ankunft auf dem Flughafen empfindet er als eher herbe: "Niemand hieß einen in Ede City willkommen; man wurde lediglich darüber in Kenntnis gesetzt, dass man gelandet war, dann musste man selbst sehen...