Kapstadt als Drehscheibe internationaler Geheimdenste - "Sleeper"
Der Kalte Krieg mag vorbei sein, aber Geheimdiensten gehen nie die Feinde aus. Im Thriller "Sleeper" des südafrikanischen Autors Mike Nicol tummeln sich gleich mehrere Nachrichtendienste in Kapstadt und die Tödlichkeit des Agentenlebens hat seit den Tagen östlich oder westlich des Eisernen Vorhangs nichts eingebüßt, wie der Privatdetektiv und Freizeitdealer Bartolomeu "Fish" Pescado feststellen muss. Nun ist die Welt am Kap der Guten Hoffnung ja ohnehin nicht hundertprotentig in Ordnung: Hohe Kriminalität, Korruption, Vetternwirtschaft in einem ANC, der sich in den Jahren der Alleinherrschaft ein ganzes Stück weit von den Idealen des Freiheitskämpfers Mandela entfernt hat. Wirtschaftlich läuft auch nicht alles so, wie es sollte - da kommen Politiker schon mal auf Ideen für Sondereinnahmen. Etwa wenn es darum geht, angereichertes Uran aus Apartheidtagen an irgendwelche Schurkenstaaten zu verhökern - Hauptsache, die Bezahlung stimmt. Diese ganze Welt ...